Teddy

Teddy ist unser zweites Findelkind. Im Frühling 2005 erschien er zum ersten Mal scheu und hungrig vor unserem Schiff im Hafen Colmar. Zuvor haben wir ihn von Ferne streunen sehen. Nach viel Geduld und der Mithilfe von starkem Regen konnte ich ihn ins Schiff locken.

 

 

 

 

 

Nach einigen Besuche schien es ihm zu behagen und er verbrachte sogar die Nacht bei uns. Die anderen zwei Büsis waren am Anfang gar nicht erfreut über den Zuwachs. Aber sie bekamen dafür Landgang. Denn Teddy war das gewöhnt und der Gerechtigkeit zuliebe liessen wir auch Caline und Minou in der Nähe streunen. Sie dankten es uns mit verschiedenen Geschenken. (Mäusen, Vögel, Eidechsen und sogar eine Gottesanbeterin) Meistens gelang es den noch lebenden Tieren die Freiheit zu schenken.
Nun hat er auch den Platz auf dem Steuerstand schätzen gelernt.
Das kommt davon. An der Bar eingeschlafen.

Am Ende der Saison wollte wir ihn nicht einfach wieder alleine lassen. Die Tierärztin im Hafen meinte man könne versuchen eine Freilaufkatze als Wohnungskatze zu halten. Im schlimmsten Fall müsse man ihn wieder zurückbringen. Aber das Wunder geschah. Er fühlte sich sofort wohl, benutzte das Kistchen wie wenn er damit aufgewachsen wäre.

In Colmar werden von den Tierschutzorganisationen 250 verwilderte Katzen gefüttert. Die meisten wurden ausgesetzt.